Staatspreis Architektur 2008 Tourismus und Freizeit geht an die Architekten tatanka ideenvertriebsgmbh aus Mils in Tirol sowie Gogl + Partner in Linz und die Bauherren Andrea und Christian Harisch für das Hotel Schwarzer Adler in Kitzbühel

Der Sonderpreis „Alt & Neu“ geht an cukrowicz nachbaur architekten zt GmbH aus Bregenz und die Stadt Dornbirn für das Stadtbad Dornbirn.

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Palais Eschenbach wurde am 22. Oktober 2008 der Staatspreis Architektur 2008 für Tourismus und Freizeit durch Staatssekretärin Christine Marek verliehen.


Eine hochkarätige Fachjury (Michaela Gutmann, Eva Guttmann, Christian Kühn, Rüdiger Lainer, Wolfgang Polzhuber, Michaela Reitterer, Gabriele Riepl, Walter Stelzhammer)  hat die Preisträger, die bei der Preisverleihung  feierlich bekannt gegeben und geehrt wurden, aus knapp 80 Einreichungen ausgewählt.


Der Staatspreis 2008 geht an das Hotel Schwarzer Adler in Kitzbühel. Bei dem ausgezeichneten Projekt handelt es sich um den Umbau und die Erweiterung eines Hotels aus den 1980er-Jahren. Aufgabe dabei war die Errichtung einer Dachterrasse mit Schwimmbad und einem überdachten Küchenblock. Damit verbunden, erfolgte der Umbau des bestehenden Dachgeschosses und die Errichtung neuer Hotelzimmer in diesem Bereich.

Die Jury überzeugte besonders der Mut zu dezidiert zeitgenössischer Formensprache, ohne Zitate an alpenländische Klischees: „Das Hotel der Luxusklasse macht viele Schichten des ‚Bauens für Gäste’ ablesbar und zeigt sehr selbstbewusst seine unterschiedlichen Zeitstempel, ohne in Mimikry und falsch verstandene Heimatidylle zu verfallen“, so der Kommentar.
        
Hotel Schwarzer Adler - © Paul Ott


Den Sonderpreis „Alt & Neu“ erhalten cukrowicz nachbaur architekten zt GmbH aus Bregenz und die Stadt Dornbirn für den Umbau des Stadtbads in Dornbirn. Bei diesem Projekt galt es, den Bau aus den 1960er-Jahren neu und zeitgemäß zu gestalten und zu erweitern. Der Jury erschien das Stadtbad Dornbirn in diesem Kontext besonders bemerkenswert, weil es äußerst gefühlvoll ein Objekt aus den 1960er Jahren an die heutigen Ansprüche adaptiert. Neben der sehr gelungenen architektonischen Synthese beeindruckte auch das optimierte Energiekonzept, welches bei verdoppelter Nutzfläche gleich bleibende Betriebskosten erbringt.

Mit dem Sonderpreis werden qualitätvolle Erneuerungen und die gelungene Verbindung von Bestand und Neuem gewürdigt.
        
Stadtbad Dornbirn- © Hanspeter Schiess

Neben dem Staatspreis und dem Sonderpreis wurden fünf Projekte mit „Nominierungen für den Staatspreis Architektur 2008 Tourismus und Freizeit" ausgezeichnet.


Galzigbahn, St. Anton am Arlberg

Architektur:
driendl*architects, Wien
Bauherr: Arlberger Bergbahnen AG


Galzigbahn - © Bruno Klomfar


Apartment-Module, verschiedene Standorte in der Steiermark

Architektur:
Holzbox ZT GmbH, Innsbruck
Bauherr: Amt der Steiermärkischen Landesregierung und weitere Bauherren



Holzbox Apartmentmodule
© Walter Luttenberger


Golfclub St. Oswald

Architektur: x architekten, Linz und Wien
Bauherr: Golf- und Tourismusförderung St. Oswald



Golfclub St. Oswald - © Dietmar Tollerian


Burg Forchtenstein

Architektur:
driendl*architects, Wien
Bauherr: Burg Forchtenstein Betriebsgesellschaft mbH


Burg Forchtenstein - © Studio Krauss


Kurhaus Bad Gleichenberg

Architektur:
Architektur: Jensen & Skodvin Arkitektkontor AS, Norwegen
mit Partnerarchitekten Domenig & Wallner, Graz
Bauherr: Kappa Thermenbeteiligung GmbH


Kurhaus Bad Gleichenberg

© Kurhaus Bad Gleichenberg


Der Staatspreis Architektur wird abwechselnd in den Bereichen „Tourismus und Freizeit“, „Industrie und Gewerbe“ sowie „Neue Arbeitswelten in Verwaltung und Handel“ alle zwei Jahre aufgrund der Entscheidung einer unabhängigen Fachjury verliehen.

Mit dem Staatspreis Architektur werden herausragende architektonische Projekte im Bereich der gewerblichen Wirtschaft ausgezeichnet, die im jeweiligen thematischen Schwerpunkt wichtige Akzente und Impulse setzen. Der Preis soll insbesondere auf jene Bereiche der Gestaltung der alltäglichen Umwelt aufmerksam machen, die im Kontext mit Architektur eher geringe öffentliche Präsenz haben.

Für das mit dem Staatspreis ausgezeichnete Projekt erhalten Architekt und Bauherr eine Staats- Preistrophäe sowie eine vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit persönlich unterzeichnete Urkunde. Darüber hinaus erhält der Bauherr eine besonders gestaltete Tafel zur Anbringung am ausgezeichneten Gebäude. Der Sonderpreis sowie die Nominierungen werden ebenfalls mit einer vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit persönlich unterfertigten Urkunde ausgezeichnet und der Bauherr des Sonderpreises erhält zudem eine besonders gestaltete Tafel zur Anbringung am ausgezeichneten Gebäude.


Der Staatspreis Architektur wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Architekturstiftung Österreich, der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten sowie dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur veranstaltet.